Krankheitslehre in der Pflege: Kurze Zusammenfassung der Herzinsuffizienz

05 Apr 2009

Auch Krankenpfleger sind in der Krankheitslehre gefordert. Im Rahmen der Ausbildung werden zumindest die wichtigsten krankheitsbilder vermittelt. Dazu gehören auch einige kardiologische Erkrankungen wie die Herzinsuffizienz. Hier sind ein paar generelle Fakten zu verschiedenen Formen der Herzinsuffizienz die beim Lernen für das anstehende Examen hilfreich sein können.

Definition:
Die Herzinsuffizienz kann man auch als Herzmuskelschwäche bezeichnen, da das Herz nicht mehr in der Lage ist eine den Anforderungen entsprechende Leistung zu erbringen.

Ursachen:
Die wohl wichtigsten Ursachen einer Herzinsuffizienz sind die koronare Herzkrankheit, die arterielle Hypertonie und der Herzinfarkt. Es gibt noch weitere Ursachen wie Myokarditis, Kardiomyopatien, Herzrhythmusstörungen, pulmonale Hypertonie oder Herzklappenfehler.

Symptome:
Das Leitsymptom der Linksherzinsuffizienz ist die Dyspnoe. Bei der Rechtsherzinsuffizienz stehen Ödeme am Fuß und am Unterschenkel im Vordergrund. Begleitende Symptome wie z.B. Müdigkeit, Schwäche, Orthopnoe, Nykturie oder Halsvenenstauung können verstärkt oder abgeschwächt auftreten.

Diagnostik:
Am Anfang steht erst mal die gründliche Anamnese (z.B. Gewichtszunahme, Leistungsabfall) danach kommt die Untersuchung des Patienten, bei der häufig Dyspnoe, kühle, blasse sowie zyanotische Haut festzustellen sind. Ebenso können Ödeme an den Fußknöcheln ertastet werden. Weitere Untersuchungen wie EKG, Echokardiographie, Röntgen Thorax (Herzhypertrophie, Lungenoedem?), Bestimmung der Laborparameter und eine Herzkatheter-Untersuchung sichern die Diagnose

Therapie:
Das oberste Ziel der Therapie ist die Verbesserung der Lebensqualität. Der betroffene Patient sollte darauf achten das er sich in regelmäßigen Abständen bewegt aber auch gleichzeitig seinem Körper Ruhepausen gönnt, ebenso ist zu empfehlen dass das eventuell vorhandene Übergewicht zu reduzieren ist. Man sollte unbedingt auf seinen Alkohol- und Nikotingenuss achten, das gelegentliche Bierchen kann weiterhin getrunken werden genauso wie ab und an mal eine Zigarette geraucht werden darf. Zudem ist auf die Einhaltung einer Tringmengenbeschränkung zu achten (häufig 1500 ml täglich). Gewichtszunahme kann eine beginnende Dekompensation des Herzens erkennbar machen. Auch deshalb ist tägliches Wiegen ratsam. Neben den zuvor aufgezählten Empfehlungen kommen natürlich noch gewisse Medikamente hinzu wie ACE – Hemmer, ? – Blocker, Aldosteronantagonisten und Diuretika die selbstverständlich regelmäßig wie verordnet eingenommen werden müssen. Die Herztransplantation ist die einzige Therapie die definitiv Abhilfe schafft, da es an Organen mangelt ist die Chance ein Spenderherz zu bekommen recht gering und mit einer langen Wartezeit verbunden.

Hier noch ein hilfreicher Literatur-Tipp für alle wichtigen kardiologischen Erkrankungen:

3 Kommentare to “Krankheitslehre in der Pflege: Kurze Zusammenfassung der Herzinsuffizienz”

  1. 1
    Peter sagt:

    Der Artikel finde ich sehr interessant.Die ganze Seite ist eigentlich voll mit sehr interessante und sehr nützliche Infos und Tipps.Danke dafür.Es ist gut zu wissen.

  2. 2
    Jacky sagt:

    Danke für die kurze, genaue und aufs wichtigste beschränkte Zusammenfassung. Das ist ne super Wiederholung wenn man das schon gelernt hat und aufs Examen wartet…

  3. 3
    Susanne sagt:

    Sehr gut! Naja, es wird noch besser, wenn die Examen schon vorbei sind:) Danke für die tolle Artikel hier.Weiter so!

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