Stations-Beurteilung für Krankenpflegeschüler – Das Einführungsgespräch

19 Feb 2009

Erst gestern war ich Teil einer interessanten Diskussion zwischen Schülern verschiedender Kurse. Dabei ging es vor allem für die Unterkursschüler um ein ständiges Leidthema, die Bewertung der Station. In unserem Haus basiert die Bewertung der Schüler auf einem Beurteilungbogen der am Anfang des Einsatzes dem Praxisanleiter ausgehändigt wird. Insgesamt sind drei Gespräche vorgesehen.

Das Einführungsgespräch:

Den Anfang macht das Einführungsgespräch. Hier wird über die pflegerische Vorerfahrung des Schülers gesprochen. Zudem werden auf beiden Seiten die Erwartungen an den Einsatz offengelegt. Von den Schülern wird meist Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit erwartet. Für viele selbstverständlich, aber leider eben nicht für alle.
Der Schüler erwartet neben einer ordentlichen Anleitung natürlich die Einführung in die Abläufe der Station. Außerdem ist es immer hilfreich die Räumlichkeiten der Station kennenzulernen.

Bei uns sind die Stationen zwar meist sehr ähnlich aufgebaut, einen Pflege- und Arbeitsraum gibt es überall, doch trotzdem ist es hilfreich zu wissen wo sich letzlich welche Pflegeutensilien befinden. Ich inspiziere meist gleich zu Beginn alle Schränke und Schubladen, muss aber dennoch immer wieder suchen oder fragen. Es dauert immer ein paar Tage bis man die Gegebenheiten verinnnerlicht hat. Nach und nach findet man sich dann immer besser zurecht. Nach kurzer Zeit finden sich Antibiosen, Blutdruckmanschette oder Verbandsmaterialien dann wie von selbst. Ein blinder Griff und man hat was man braucht.

Das Einführungsgespräch sollte sinnigerweise zu Beginn des Einsatzes stattfinden, also bestenfalls innerhalb der ersten 2 – 3 Tage. Nur so kann man von Beginn an versuchen die Erwartungen der Station zu erfüllen. Außerdem hat man direkt einen Ansprechpartner und eine Bezugsperson, sollte es tatsächlich zu Differenzen im Team kommen.

Im späteren Verlauf der Ausbildung verliert das Einführungsgespräch an Bedeutung. Da ich in einem recht kleinen Haus meine Ausbildung absolviere kommt es gelegentlich vor, dass man einen Fachbereich schon zuvor durchlaufen hat. Dann ist man mit den Gegebenheiten vertraut und kann nach kurzer Anlaufzeit voll einsteigen. Trotzdem sollte man das Gespräch gewissenhaft mit dem Praxisanleiter durchführen. Allein schon um den Beurteilungbogen am Ende vollständig ausgefülllt seiner Kursleitung übergeben zu können.

Leider kommt es häufig vor, dass man seiner Bewertung hinterherrennen muss. Es gibt immer wieder Praxisanleiter oder Mentoren die an der Ausbildung der Schüler weniger interessiert sind und von daher auch die Beurteilungsbögen gern verdrängen. Mein Tipp: Am Ball bleiben und auf die Nerven gehen. Das ist zwar lästig aber ein gutes Training. Noch oft genug muss man später im Berufsleben hartnäckig am Ball bleiben. Wenn das schon für die eigenen Belange nicht möglich ist, wie soll das dann für Patientenbelange sein?

Bleibt gesund!

P.S.: In den nächsten Tagen werde ich euch in aller Ausführlichkeit auch das Zwischen- und Endgespräch vorstellen.
Wie sehen eigentlich die Beurteilungen in eurer Krankenpflegeschule aus? Hattet ihr schon einmal Probleme damit? Finden die Beurteilungsgespräche zeitnah statt?

4 Kommentare to “Stations-Beurteilung für Krankenpflegeschüler – Das Einführungsgespräch”

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    Jobs für Jedermann » Blog Archive » Examinierte Gesundheits /- Krankenpfleger (m/w) sagt:

    […] Das Einführungsgespräch auf Station – Der Beurteilungbogen in der … […]

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    Phine22 sagt:

    Qualifizierter Nachwuchs in der Altenpflege ist rar, obwohl der Beruf als Fachkraft in der Altenpflege viele abwechslungsreiche sowie verantwortungsvolle Aufgaben und in der heutigen Zeit vergleichsweise sichere Zukunftsaussichten bietet.
    Die Website http://www.awo-ausbildung.de bietet viele Informationen zu einer Ausbildung in der Altenpflege. Sie bietet außerdem eine Suchfunktion, mit der ein Ausbildungsplatz im Seniorenzentrum in einer bestimmten Region gesucht werden kann.
    Unsere Gesellschaft braucht Nachwuchs in der Altenpflege.

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