Telefonische Bombendrohung ans St. Bernard Krankenhaus in Kamp-Lintfort

19 Feb 2009

Gestern Mittag fing mein Spätdienst gleich im vollständigen Chaos an. In der Nachbarstadt Kamp-Lintfort hat ein anonymer Täter dem St. Bernard Hospital einen Bombe angedroht. Daraufhin wurden knapp 280 Patienten evakuiert und die umliegenden Krankenhäuser in Alarmbereitschaft versetzt.

Mit Bussen, Krankenwagen und in einem Fall sogar mit dem Helikopter wurden die Patienten zum Teil im Bademantel auf die umliegenden Kliniken verteilt. Auch unser Haus war natürlich davon betroffen. Der gesamte Frühdienst durfte zunächst nicht in den wohlverdienten Feierabend. Erst um 14:00 Uhr gab es dann offizielle Entwarnung von der Pflegedientsleitung. Endlich durften die müden Mitarbeiter der Frühschicht das Krankenhaus verlassen.

Für mich war es glücklicherweise die erste Erfahrung in diesem Bereich. Ich möchte mir nicht ausmalen was wäre, wenn man tatsächlich eine Bombe in einem Krankenhaus finden würde. Ich erinnere mich an verschiedene Meldungen der Vergangenheit, wenn alte Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg in Krankenhausnähe gefunden wurden. Ich war persönlich aber nie dabei.

Gegen 7:30 Uhr muss die Bombendrohung die Krankenhausleitung des St. Bernard erreicht haben. In der Folge wurden die Patienten in andere Krankenhäuser oder Turnhallen evakuiert. Über die Hintergründe der Tat wurde allerdings zunächst nichts bekannt. Glücklicherweise hat die Geschichte ein versöhnliches Ende gefunden. Hoffentlich passiert so etwas so schnell nicht wieder. Warum kommen Menschen bloß auf solch dumme Ideen?

1 Kommentar to “Telefonische Bombendrohung ans St. Bernard Krankenhaus in Kamp-Lintfort”

  1. 1
    Telefonische Bombendrohung ans St. Bernard Krankenhaus in Kamp-Lintfort sagt:

    […] Telefonische Bombendrohung ans St. Bernard Krankenhaus in Kamp-Lintfort […]…

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